Freiwillige Feuerwehr - Löschgruppe Adendorf

www.feuerwehr-wachtberg.de

Löschgruppenführer, Markus von Wirtz

30 aktive Mitglieder


 öffentliche Aktivitäten:

Unterstützen anderer Löschgruppen bei der Jugendarbeit und Festeausführungen

Brandschutzerziehung an der Schule und im Kindergarten

Mitwirken bei

Interne Aktivitäten

eigene Vereinsräume


Freiwillige Feuerwehr Adendorf

gegründet 1907

 

Der moderne Mensch des 20. Jahrhunderts vermag kaum noch vorzustellen, wie abhängig, ungesichert und Wechselfällen des Tages die Bevölkerung zu Beginn des Jahrhunderts ausgesetzt war. Die Angst vor dem „roten Hahn“ war damals wesentlich stärker als heute. Alte Fachwerk- oder reine Holzbauten sowie landwirtschaftliche Gebäude stellten eine große Gefahrenquelle dar. In fast allen Häusern waren sehr brandempfindliche Materialien wie Heu, Stroh und Brennholz gelagert. In den 80er Jahren de vorherigen Jahrhunderts weist der Regierungspräsident auf Anregung der Provinzial-Feuerversicherung die Gemeinden darauf hin, gut organisierte Freiwillige Feuerwehren zu gründen. Bis zur Jahrhundertwende gab es im Landkreis Bonn sieben Freiwillige Feuerwehren.

Im Jahre 1907 entschloss man sich in Adendorf eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen. In den ersten Jahren übte jede Wehr, soweit Geräte vorhanden waren, nach der vom Deutschen Feuerwehrverband 1897 herausgegebenen Übungsanordnung. Mit großem Engagement sind die damaligen Gründungsmitglieder angetreten. Ihr Ziel war es, eine geordnete Brandbekämpfung durch geschulte Mannschaften zu organisieren. Denn bei allem guten Willen der bei Bränden herbeieilenden Nachbarschaft war eine wirksame Hilfe bis dahin zu erreichen.

In den Jahren der Weltkriege war die Feuerwehr durch Einberufungen stark geschwächt und teilweise nicht mehr in der Lage, größere Brände wirksam zu bekämpfen. Nach Ende des 2., Weltkrieges war es einer Handvoll Idealisten zu verdanken, die es schafften, die Freiwillige Feuerwehr Adendorf langsam und mühselig wieder aufzubauen. Zu jenen zählten die Kameraden Max Hardy und Karl Gütten sowie als Feuerwehrhauptmann Toni Wiesel.

In den 50er Jahren konnte unter der Führung von Brandmeister Karl Gütten die Modernisierung und Technisierung in Angriff genommen werden. 1958 wurde eine neue Tragkraftspitze, Modell TS 8/8, gekauft.

1957

fw6

- von hinten links nach rechts: Gruppenführer Karl Gütten, Theodor Breidenbend (verst.), Gerd Cremerius (verst.), Johannes Schmitz, Leo Gütten, Hans-Josef Hirschleber, Hubert Cremerius, Max Hardy (verst.), Amtbrandmeister Koch aus Meckenheim (verst.).

- an der Pumpe hinten v.l.n.r.: Theo Hüffel sen., Rudolf Mennigen sen.  (Foto: Archiv der FFW Adendorf Leo Gütten 1957)

- an der Pumpe vorne v.l.n.r.: Wilhelm Wolber, Hubert Neukirchen (verst.)

fw3 Danach erfolgte als 1. Löschfahrzeug ein umgebauter Krankenwagen, Opel Blitz. Manch schöne Erinnerungen verbindet heute noch Kameraden der Löschgruppe mit diesem Einsatzfahrzeug.

fw13 1964 folgte aus Beständen des Bundes ein Tanklöschfahrzeug Unimog TLF 8, der auch heute – nach 40 Jahren – im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Wachtberg, Löschgruppe Adendorf steht.

Die Einsatzabteilung nahm in den 60er und 70er Jahren verstärkt an Leistungsnachweisen und Schnelligkeitswettbewerben im Landkreis Bonn teil. Pokale und Siegerurkunden erinnern an diese Zeit.

fw10 Mitte der 60er Jahre wurde das Feuerwehrhaus an der Kirchstraße unter Mithilfe der Löschgruppe Adendorf errichtet bzw. umgebaut.Mitte der 60er Jahre wurde das Feuerwehrhaus an der Kirchstraße unter Mithilfe der Löschgruppe Adendorf errichtet bzw. umgebaut.

Zum 31. Dezember 1966 zählte die Feuerwehr Adendorf 24 Mitglieder im Aktiven Dienst. Durch die kommunale Neugliederung 1969 wurde die Löschgruppe in die Freiwillige Feuerwehr Wachtberg integriert. Vorher gehörten wir dem Amt Meckenheim an. In diesem Jahr erfolgte die Gründung der Jugendfeuerwehr.

Als Mitglieder der Jugendfeuerwehr konnten am 1. Januar 1970 folgende benannt werden:

Heinz Gensheimer, Hans Hüffel, Max Josef Hüffel, Werner Hüffel, Helmut Raaf, Josef Ohrem, Hans-W. Lange, Richard Dörhöfer, Josef Gensheimer, Hans-G. Kluge, Peter Nolden, Hubert Neukirchen jun., Matthias Cremerius, Rudolf Schmidt, Franz Hardy.

In die Löschgruppe konnten am 1. Januar 1970 folgende Aktive Mitglieder übernommen werden:

Peter Kaußen, Karl Gütten, Max Hardy, Hans Lange, Clemens Hinzmann, Leo Gütten, Josef Beyel, Hans-Josef Hirschleber, Hans Schmitz, Theo Hüffel, Rudi Mennigen, Eberhard Philippi, Hubert Cremerius, Heinz Hüffel, Josef Hüffel, Josef von Wirtz, Norbert Scholz, Wilh.-Wolfgang Wolter, Hans-Toni Schliebach.

Peter Kaußen wurde nach erfolgreichem Besuch des Brandmeisterlehrganges an der Landesfeuerwehrschule in Münster neuer Löschgruppenführer. Ein neues Feuerwehrfahrzeug konnte beschafft werden. Es handelte sich dabei um einen Ford Transit, ein Tragkraftspritzenfahrzeug. Hierfür wurde der Opel Blitz abgegeben. Mitte der 70er Jahre wird das Nebengebäude der alten Schule auf der Töpferstraße in Eigenleistung zu einem Schulungsraum umgebaut.

Anfang der 80er Jahre ist Leo Gütten der neue Löschgruppenführer. In dieser zeit nimmt die Jugendfeuerwehr an Leistungsnachweisen, Schnelligkeitswettbewerben und verschieden Zeltlagern teil.

1982 wird die Einsatzfähigkeit nochmals erhöht. Das Tragkraftspritzenfahrzeug wird nach Berkum umgesetzt und die Löschgruppe Adendorf erhält von der Löschgruppe Villip ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8). Nach bestandenem Gruppenführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Münster wird Hans-Josef Merzenich zum 1. Januar 1986 als neuer Löschgruppenführer bestellt.

Da die Fahrzeughalle in der Kirchstraße seit Jahren den gestiegenen Aufgaben nicht mehr genüge, wurde die Planung eines neuen Feuerwehrhauses in Angriff genommen. In den Jahren 1990/1991 wurde das Erdgeschoss der Alten Schule zu einem Schulungsraum mit Nebenräumen umgebaut. Erhebliche Sach- und Arbeitsleistungen wurden von den Mitgliedern der Löschgruppe Adendorf erbracht. Danach konnte der Neubau der Fahrzeughalle in Angriff genommen werden. Da keine Landesmittel zum Bau zur Verfügung gestellt wurden, übernahmen die Kameraden der Löschgruppe Adendorf die Ausführung ganzer Gewerke in Eigenleistung.

Stellvertretend für alle unermüdlichen Helfer, die zur Fertigstellung beitragen haben, möchten wir die Kameraden Josef Hüffel (Verst.) und Josef von Wirtz erwähnen.

Auch gilt unser Dank Adendorfer Gewerbebetreibenden, die uns oft großzügig geholfen haben.

Die Fertigstellung des gesamten Komplexes war im Herbst 1993. Nach Fertigstellung der neunen Fahrzeughalle an der Töpferstraße konnte nun auch das neue Löschgruppenfahrzeug (LF 16 TS Bund), welches seit 4 Jahren in Fritzdorf untergestellt worden ist, nach Adendorf abgegeben werden.

2000 wurde zusätzlich ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) mit einem Anhänger in den Dienst gestellt werden. Dieses Fahrzeug musste aber erst, da es gebraucht gekauft worden ist, für feuertechnische Bedürfnisse umgebaut werden. Hier ist ein besonderer Dank an den Kameraden, Markus Kolvenbach auszusprechen. Nach Abschluss der umfangreichen Umbauten konnte dieser der Jugendfeuerwehr zu Verfügung gestellt werden.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Jugendfeuerwehr 27 Mitglieder und wurde von Markus von Wirtz als Jugendwart betreut. 2000 konnte die Löschgruppe die erste und einzigste reine Mädchengruppe im Rhein-Sieg-Kreis stellen.

Die Gruppe stellte sich aus folgenden Namen zusammen:

Nina Alsmeyer, Sarah Klaus, Steffi Schnurr, Aline Schöneck, Melanie Pauels, Kerstin Gitt, Linda Willerscheid, Bogatzki Yvonne, Johanna Braun, Katherina Braun, von diesen ist leider keine mehr in der Löschgruppe.

Seit 2000 wird die Löschgruppe von Markus von Wirtz geführt. Dieser ist auch in seiner Funktion als Gemeindebrandinspektor, seit 2001 stellvertretender Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Wachtberg. Die Jugendfeuerwehr liegt in der Hand von Andreas Ohrem und Michael Schmitz.

Als Löschgruppenführer können folgende Kameraden benannt werden:

ab 1945 Toni Wiesel, Karl Gütten, Max Hardy, Peter Kaußen, Leo Gütten, Hans-Josef Merzenich, Markus von Wirtz (heute).

Zurzeit besteht die Löschgruppe aus 30 aktiven, davon drei Damen, 10 in der Ehrenabteilung und 5 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr (diese befindet sich in der Aufbauphase). Bis 2005 (siehe Titelbild der Löschgruppe) hatte die Löschgruppe noch 14 in der Jugendabteilung. Viele von diesen sind bis heute in den Aktivendienst aufgerückt.

Die Löschgruppe fährt im Jahr ca. 10 Einsätze und hält ca. 25 Übungsabende ab. Im Fahrzeugbestand ist ein LF 16 TS Bund, ein TLF 8 und ein MTF mit Anhänger.

fw12 Neben feuerwehrtechnischen Aufgaben pflegt die Löschgruppe Andendorf das gesellschaftliche Leben im Dorf. Die 60er Jahre waren die Geburtsstunde der „Erntefeste im Zelt“ an der Gaststätte Wappenschmidt. Diese Feste wurden in der 70er auf den Schulhof verlegt. Seit Anfang der 80er Jahre veranstalten wir unser Beliebtes „Waldfest am Lagerfeuer“.

An die Jubiläumsfeste zum 75- jährigen bzw. 80- jährigen Bestehen 1882 bzw. 1987 und unser 90- jähriges 1997 im Schlosspark der Burg Adendorf erinnert man sich immer wieder gerne. Erst das kürzlich gefeierte 100- jährige Jubiläumsfest vom 11.-12.08.2007 welches an und um der Schützenhalle Adendorf gefeiert wurde, war ein großer Erfolg. Besonders am 12.08.2007 mit ihrer historischen Feuerwehrübung.

Auch als „Verein“ ist die Freiwillige Feuerwehr Adendorf im Dorfleben intrigiert. Sie unterstützt bei vielen Veranstaltungen / Festen andere Vereine wie z.B.: Karnevalsumzug, Umwelttage / Müllsammeltage, Maifeste, Kirmes, Brennfeste der Töpfer, Töpfertage, Martinszug u.v.m.

In einer Zeit, in der die materiellen Dinge für den Einzelnen mehr im Vordergrund stehen als der Dienst an der Gemeinschaft, beweisen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Adendorf immerzu, dass sie ihre Aufgabe, dem Nächsten in Not und Gefahr beizustehen, sehr ernst nehmen, getreu dem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.

Dieser kurze Bericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit über das Feuerwehrwesen in Adendorf. Es konnte nur in groben Zügen berichtet werden.                        

Datum 20.08.2007


Einladung zum 2. Familientag

zu weiteren Vereinsseiten: