Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung e. V.

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Pressemitteilung

Neuer Termin - denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Frühjahrsputz in Adendorf und Klein Villip am Samstag, 24. März 2018, 14 Uhr

Treffpunkt sind in Adendorf der Dorfplatz und in Klein Villip die Ortsmitte. Der Kehraus findet um 16 Uhr in Adendorf im Mannschaftsraum der Feuerwehr direkt neben dem Dorfplatz statt.

Wie dringend notwendig diese Müllsammelaktion ist, macht die Vorfrühlingssonne offenbar: In Straßengräben, Waldflächen, an Bachläufen und Feldwegen klebt und lagert wilder Müll, oft aufgeplatzte, voll gestopfte Plastiktüten dubiosen Inhalts, dazu Flaschen, Folien, Gummischuhe, Plastikbecher und andere unverrottbare Materialien. Man hört förmlich das Stöhnen der erwachenden Natur. An dem vorgesehenen Termin des 3. März verhinderten Schnee und Eis, die den Müll wie ein dichtes weißes Tuch bedeckten, den Frühjahrsputz - ein Novum in den 25 Jahren Frühjahrsputz in Adendorf, der immer gemeinsam von Aktionsgemeinschaft und Feuerwehr und später auch zusammen mit dem Kapellenverein in Klein Villip duchgeführt wurde.

"Aus Liebe zur Natur" und gegen verantwortungslose Schmutzfinken wurde gemeinsam ein neuer Termin für den dringenden Frühjahrsputz, den man jetzt schon fast Osterputz nennen könnte, gefunden. Um zahlreiche Teilnahme werden verantwortungsvolle Bürgerinnen und Bürger, auch die Jugend, gebeten. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Müllsäcke und -zangen stellt die Gemeinde Wachtberg, die den gesammelten Müll auch abtransportieren lässt. Wasserdichte Arbeitshandschuhe stehen nur begrenzt zur Verfügung.

Ab 16 Uhr gibt es für alle, die sich fleißig gebückt und gesammelt haben, zum Kehraus im Mannschaftsraum der Feuerwehr in Adendorf eine Stärkung mit frisch gebackenen Waffeln, Kaffee, Kuchen und kühlen Getränken, ein Dankeschön der Aktionsgemeinschaft und der Feuerwehr.

Weitere Auskünfte unter Tel. 02225-947426.

Pressemitteilung

Hilfe für Eulen und Obstbäume. Aktionsgemeinschaft aktiv im Umweltschutz

Das Jahr 2018 wird bei der „Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung e.V.“ ganz im Zeichen einer verstärkten Aktivität im Naturschutz stehen.

Der Arbeitskreis Vogelschutz, in dem Monika Leyendecker-Haas und Christiane Sydow von Matthias Perkams und Hermann Riemenschneider unterstützt werden, hat bereits im Januar die 18 vorhandenen Nistkästen der Aktionsgemeinschaft im Adendorfer Teil der Swistbachaue gereinigt und, wo nötig, erneuert. Einige von ihnen sind nun schon seit Jahrzehnten regelmäßiger Brutplatz von Sperlingen, Meisen und anderen gefiederten Freunden. Am Aschermittwoch wurden nun, unter fachlicher Beratung und tatkräftiger Hilfe von Dr. Matthias Schindler, durch Frau Sydow, Herrn Riemenschneider und Herrn Perkams zwei neue Kästen für den Steinkauz am Ortsrand von Adendorf angebracht. Mit diesen Kästen soll der Bestand der kleinen Eule, die bundesweit gefährdet ist, in unserer Heimat aber noch vorkommt, weiter stabilisiert werden. Für die nächste Zeit ist eine weitere Aufstockung der Nistkastenbestände in der Swistbachaue und am Ortsrand Adendorf geplant, der auch dem Vogel des Jahres 2018, dem Star, zugutekommen soll. Als weiterer Programmpunkt soll im Mai die jährliche Zählung der Rauch- und Mehlschwalben in Adendorf fortgesetzt werden, die mithilfe des reichlich vorhandenen Tons weiterhin fleißig Lehmnester an Hauswänden und in Ställen bauen.

Ein weiterer Arbeitskreis, bestehend aus Hermann Riemenschneider, Josef von Wirtz und Ursula Perkams, kümmert sich in Zusammenarbeit und mit tatkräftiger Unterstützung des Streuobstwiesenvereins Wachtberg, um die alten Pflaumenbäume längs des Grimmersdorfer Weges. Die Pflege des ökologisch wertvollen, aber zum Teil schwer geschädigten Altbestandes soll auch durch Nachpflanzungen jüngerer Pflaumenbäume ergänzt werden, um die Baumreihe langfristig geschlossen zu halten. In Kooperation mit der Kita Die Fabelkinder in Adendorf, die auch Patenschaften für einzelne Bäume übernehmen können, sollen die Kinder zugleich für den Natur- und Umweltschutz vor Ort sensibilisiert werden.

Da die Gemeinde Wachtberg Eigentümerin der Pflaumenbäume ist und auch die Ortsvertretung Adendorf schon das Thema behandelt hat, sind beide bei der Auswahl neuer Pflaumenbäume zu beteiligen. Auch hier wird die Aktionsgemeinschaft als erstes die Vorschläge des Streuobstwiesenvereins einholen, dessen Vorsitzendem und Mitgliedern sie herzlich für ihre kompetente und tatkräftige Hilfe dankt.

 

Buchverkauf "Adendorfer Steinzeug"

Das im September 2017 neu erschienenen Buch über die Adendorfer Töpferei "Adendorfer Steinzeug - Töpferbetriebe und ihre Erzeugnisse" gibt es zum Preis von 14,50 Euro käuflich erwerben. Dieses Buch stellt nicht nur die 47 ehemaligen und aktuellen Töpfereistandorte vor sondern auch die typischen Produkte und Dekors der einzelnen Familien und gibt Adendorf so seinen festen Platz in der Jahrhunderte alten und noch heute lebendigen Tradition des Rheinischen Steinzeugs.

Herausgeberin dieses Buches ist die Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung. Die Autorin ist Frau Dr. Margit Euler.

 

Kurzdarstellung des Vereins

Die Aktionsgemeinschaft wurde 1985 von Wachtberger Bürgerinnen und Bürgern, die besonders in Adendorf, Arzdorf und Fritzdorf beheimatet sind, als Bürgerinitiative gegründet und als gemeinnütziger Verein eingetragen. Anlass ihrer Gründung waren die Mülldeponiepläne des Regierungspräsidenten in Köln, die am Standort Wachtberg-Adendorf die zentrale Sondermülldeponie des Regierungsbezirks vorsahen. An den Töpfertagen 1985 wurden diese Pläne durch Presseberichte erstmals bekannt. Eine betroffene Bevölkerung stand solidarisch auf zum Schutz der in Jahrhunderten gewachsenen Kulturlandschaft, und die Aktionsgemeinschaft war ihr Schutzinstrument vor drohenden Umweltgefahren. Ihre Arbeit wurde durch freiwillige Gutachten namhafter Wissenschaftler unterstützt.
Auch weiterhin stehen wir bereit, um an der umweltgerechten Entwicklung der Wachtberger Landschaft teilzunehmen und Bedrohungen von ihr abzuwenden. Den hohen Wert dieser über Jahrhunderte gewachsenen schönen Landschaft zu vermehren und bewusst zu machen, darin sehen wir eine wichtige Aufgabe. Pflege der Kulturlandschaft bedeutet für uns, auf zwei Feldern Tätigkeit zu sein: der Erhaltung der natürlichen Ressourcen sowie der Förderung und Erhaltung des kulturellen Erbes unserer Dörfer.
Im Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes arbeiten wir eng mit der Abteilung „Ökologie der Naturlandschaft“ der Universität Bonn zusammen. Mit ihr gab die Aktionsgemeinschaft 2002 einen Leitfaden für das regionale Artenschutzprojekt „Heimische Bienen und Wespen“ heraus. Mit diesem durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung geförderten, mit großen Schautafeln ausgestatteten Projekt gestaltet sie aktiv den Unterricht an zwei Wachtberger Grundschulen mit. Jährlich veranstaltet sie eine Naturkunderallye für Kinder. In unserem Auftrag ermittelte die Universität Bonn zwischen 2008 und 2010 den Vogelbestand unserer Gegend, insbesondere in der Swistaue zwischen Adendorf und Eckendorf. Auf der Grundlage dieses Gutachtens führt eine Arbeitsgruppe unseres Vereins kurz- und mittelfristige Schutzmaßnahmen in diesem regional bedeutsamen Gebiet, das zum Teil unter Naturschutz steht, durch. Schon seit Jahren pflegt die Aktionsgemeinschaft hier eine Naturschutzwiese.

Für das Gebiet der Heimatgeschichte stehen zwei Buchveröffentlichungen der Aktionsgemeinschaft: „Die Adendorfer Töpfer im Wandel der Zeit“ (1991) und „1100 Jahre Adendorf. 893-1993“ (1993). Im Jahre 2007 konnte die Aktionsgemeinschaft dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der Stiftungen der Kreissparkasse Köln die historische Ortstafel des Burgen- und Töpferorts Adendorf auf dem Dorfplatz aufstellen. Aktuell arbeiten wir daran, die Geschichte des Töpferortes im Dorfbild sichtbar zu machen: Ein von uns eingerichteter Töpferpfad weist bereits auf die Geschichte der Tonverarbeitung in Adendorf hin, und bald sollen Plaketten an ehemaligen Töpfereien die Geschichte dieses Gewerbes augenfällig werden lassen. Eine Kunsthistorikerin arbeitet die Geschichten der Adendorfer Töpferfamilien auf, ein Töpfereimuseum ist in Planung. Für die historisch Interessierten veranstaltet die Aktionsgemeinschaft jährlich eine heimatkundliche Wanderung. Im Frühjahr findet alljährlich eine Pflanzen- und Samenbörse statt. Mittelpunkt aller Veranstaltungen der Aktionsgemeinschaft ist aber das von vielen Adendorfer und Wachtberger Vereinen mitgetragene Heimatfest, das alle zwei Jahre auf Burg Adendorf stattfindet und ein Aufruf zum Schutz unserer wertvollen Heimat sein soll.
Ansprechpartner:
Vorsitzende: Ursula Perkams, 02225/947426, u.perkams@web.de.
Historische Koordination: Dr. Margit Euler, 0228/7488875, margit.euler@t-online.de.
Arbeitskreis Swistbachaue: Philipp Willert, 02225/9800145.


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