Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung e. V.

Logo AG 

Pressemitteilung

Buchverkauf "Adendorfer Steinzeug" auf dem Martinsmarkt

Im Töpferdorf Adendorf findet in diesem Jahr der Martinsmarkt auf dem Dorfplatz gegenüber der Kirche von Donnerstag dem 16. bis Sonntag dem 19. November statt. Zu den üblichen Öffnungszeiten des Marktes können interessierte Besucherinnen und Besucher auch in dem im September dieses Jahres neu erschienenen Buch über die Adendorfer Töpferei "Adendorfer Steinzeug - Töpferbetriebe und ihre Erzeugnisse" blättern, lesen oder es sogar zum Preis von 14,50 Euro käuflich erwerben. Sicher ist es auch ein schönes Geschenk für jeden Gabentisch. Denn dieses Buch stellt nicht nur die 47 ehemaligen und aktuellen Töpfereistandorte vor sondern auch die typischen Produkte und Dekors der einzelnen Familien und gibt Adendorf so seinen festen Platz in der Jahrhunderte alten und noch heute lebendigen Tradition des Rheinischen Steinzeugs.

Mitglieder der Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung, die die Herausgeberin dieses Buches ist, stehen zum Verkauf bereit. Die Autorin, Frau Dr. Margit Euler, wird an 2 Tagen am Tisch der Aktionsgemeinschaft anwesend sein, am Samstag, 18.11. von 16.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag, 19.11 von 14. bis 16.00 Uhr. Sie ist gerne bereit, ihr / Ihr Buch zu signieren, Fragen zu beantworten und neue Anregungen aufzunehmen.

Der Tisch der Aktionsgemeinschaft steht auf dem unteren Dorfplatz an der Töpferstraße direkt neben dem Feuer des nachgebauten Rheinischen Brennofens.

Die Aktionsgemeinschaft dankt herzlich den Organisatoren des Martinsmarktes, dem Verein Adendorfer Gewerbetreibende (VAG), für ihre großzügige Teilnahmeerlaubnis.

 

Kurzdarstellung des Vereins

Die Aktionsgemeinschaft wurde 1985 von Wachtberger Bürgerinnen und Bürgern, die besonders in Adendorf, Arzdorf und Fritzdorf beheimatet sind, als Bürgerinitiative gegründet und als gemeinnütziger Verein eingetragen. Anlass ihrer Gründung waren die Mülldeponiepläne des Regierungspräsidenten in Köln, die am Standort Wachtberg-Adendorf die zentrale Sondermülldeponie des Regierungsbezirks vorsahen. An den Töpfertagen 1985 wurden diese Pläne durch Presseberichte erstmals bekannt. Eine betroffene Bevölkerung stand solidarisch auf zum Schutz der in Jahrhunderten gewachsenen Kulturlandschaft, und die Aktionsgemeinschaft war ihr Schutzinstrument vor drohenden Umweltgefahren. Ihre Arbeit wurde durch freiwillige Gutachten namhafter Wissenschaftler unterstützt.
Auch weiterhin stehen wir bereit, um an der umweltgerechten Entwicklung der Wachtberger Landschaft teilzunehmen und Bedrohungen von ihr abzuwenden. Den hohen Wert dieser über Jahrhunderte gewachsenen schönen Landschaft zu vermehren und bewusst zu machen, darin sehen wir eine wichtige Aufgabe. Pflege der Kulturlandschaft bedeutet für uns, auf zwei Feldern Tätigkeit zu sein: der Erhaltung der natürlichen Ressourcen sowie der Förderung und Erhaltung des kulturellen Erbes unserer Dörfer.
Im Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes arbeiten wir eng mit der Abteilung „Ökologie der Naturlandschaft“ der Universität Bonn zusammen. Mit ihr gab die Aktionsgemeinschaft 2002 einen Leitfaden für das regionale Artenschutzprojekt „Heimische Bienen und Wespen“ heraus. Mit diesem durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung geförderten, mit großen Schautafeln ausgestatteten Projekt gestaltet sie aktiv den Unterricht an zwei Wachtberger Grundschulen mit. Jährlich veranstaltet sie eine Naturkunderallye für Kinder. In unserem Auftrag ermittelte die Universität Bonn zwischen 2008 und 2010 den Vogelbestand unserer Gegend, insbesondere in der Swistaue zwischen Adendorf und Eckendorf. Auf der Grundlage dieses Gutachtens führt eine Arbeitsgruppe unseres Vereins kurz- und mittelfristige Schutzmaßnahmen in diesem regional bedeutsamen Gebiet, das zum Teil unter Naturschutz steht, durch. Schon seit Jahren pflegt die Aktionsgemeinschaft hier eine Naturschutzwiese.

Für das Gebiet der Heimatgeschichte stehen zwei Buchveröffentlichungen der Aktionsgemeinschaft: „Die Adendorfer Töpfer im Wandel der Zeit“ (1991) und „1100 Jahre Adendorf. 893-1993“ (1993). Im Jahre 2007 konnte die Aktionsgemeinschaft dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der Stiftungen der Kreissparkasse Köln die historische Ortstafel des Burgen- und Töpferorts Adendorf auf dem Dorfplatz aufstellen. Aktuell arbeiten wir daran, die Geschichte des Töpferortes im Dorfbild sichtbar zu machen: Ein von uns eingerichteter Töpferpfad weist bereits auf die Geschichte der Tonverarbeitung in Adendorf hin, und bald sollen Plaketten an ehemaligen Töpfereien die Geschichte dieses Gewerbes augenfällig werden lassen. Eine Kunsthistorikerin arbeitet die Geschichten der Adendorfer Töpferfamilien auf, ein Töpfereimuseum ist in Planung. Für die historisch Interessierten veranstaltet die Aktionsgemeinschaft jährlich eine heimatkundliche Wanderung. Im Frühjahr findet alljährlich eine Pflanzen- und Samenbörse statt. Mittelpunkt aller Veranstaltungen der Aktionsgemeinschaft ist aber das von vielen Adendorfer und Wachtberger Vereinen mitgetragene Heimatfest, das alle zwei Jahre auf Burg Adendorf stattfindet und ein Aufruf zum Schutz unserer wertvollen Heimat sein soll.
Ansprechpartner:
Vorsitzende: Ursula Perkams, 02225/947426, u.perkams@web.de.
Historische Koordination: Dr. Margit Euler, 0228/7488875, margit.euler@t-online.de.
Arbeitskreis Swistbachaue: Philipp Willert, 02225/9800145.


Frühere Aktionen