Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung e. V.

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Veranstaltungsankündigungen

Heimatfest im herrlichem Ambiente der Burg Adendorf

Seit 1985 hat die Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung erfolgreich gegen Pläne zur Errichtung riesiger Mülldeponien in der fruchtbaren Landschaft zwischen den Dörfern Adendorf, Arzdorf, Fritzdorf und Eckendorf gekämpft. Für denselben Standort sollte vor kurzem die Konzentrationszone der Gemeinde Wachtberg für besonders hohe Windräder auf den Weg gebracht werden. Im Augenblick wurde dieses Verfahren ausgesetzt in Erwartung eines neuen Abstandserlasses durch die neue Landesregierung in Nordrhein Westfalen; denn die vier Dörfer sind alle nur knapp einen Kilometer von dem vorgesehenen Standort entfernt. Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben. Die Aktionsgemeinschaft und die betroffenen Menschen müssen also weiter wachsam sein und sich aktiv einsetzen für den Schutz ihrer fruchtbaren, vielfältigen Kultur- und Naturlandschaft. In diesem Bewusstsein feiern wir die Werte unserer Heimat.

Deshalb lädt die Aktionsgemeinschaft herzlich zu ihrem 17. Heimatfest auf Burg Adendorf ein für Sonntag, den 3. September 2017, von 11.00 bis 18.00 Uhr.

Gleichzeitig feiert die Aktionsgemeinschaft auch ihren 30. Geburtstag.

Beginn ist 11.15 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst, der von der Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Rheinbach musikalisch gestaltet wird.

Nach der anschließenden Begrüßung der Gäste durch die Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft, Ursula Perkams, folgt die Vorstellung eines neuen Buches über die Geschichte des Töpferortes mit dem Titel "Adendorfer Steinzeug. Gebrauchsgeschirr und Zierkeramik vom 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts". Autorin dieses 250 Seiten starken, reich bebilderten Buches ist Frau Dr. Margit Euler. Die Sponsoren, die die Aktionsgemeinschaft als Herausgeberin gewinnen konnte, sind herzlich zu dieser Vorstellung eingeladen. Danach startet der Verkauf des Buches durch die Autorin.

Die Vereine der KG Hetzbröde und der Sankt Hubertus Schützen, unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr und dem Sportverein Adendorf, sorgen für warme Speisen und kühle Getränke. Ein besonderer Magnet ist immer die lange, reich gedeckte Kuchentafel mit den gespendeten, selbst gebackenen Kuchen, Torten und Waffeln.

Kinder und Erwachsene erwartet wieder ein schönes Programm. Für die Kinder gibt es wieder Malen mit dem Kunstkreis Wachtberg, Reiten im Burgpark mit der Reitschule Annelore Heiß und andere Aktionen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgen die Jagdhornbläser der Kreisjägerschaft Bonn, die Sängerin Annette Briechle und der Gitarrist Hans Reumann mit einem schönen Querschnitt aus bekannten Jazzstandards und THE BLUELIGHTS (Theo Kerzmann) mit Tanz- und Unterhaltungsmusik.

Eine Reihe von Ständen informiert über Geschichte, Kultur und Leben in Wachtberg und Umgebung.

Auch bei Regen wird das Heimatfest stattfinden, nämlich in der großen Burgscheune.

Menschen mit und für einander – das ist Heimat! Der Erlös des Heimatfestes soll den Menschen in Adendorf, Arzdorf und Fritzdorf zugute kommen und ist bestimmt zur Unterstützung der Vereine, die jährlich den Altentag ausrichten.

Ein herzliches Dankeschön geht schon jetzt an alle, die mitmachen, helfen oder spenden und besonders an die Gastgeber auf Burg Adendorf, Freiherrn und Freifrau Georg und Gabriela von Loe.

 

Kurzdarstellung des Vereins

Die Aktionsgemeinschaft wurde 1985 von Wachtberger Bürgerinnen und Bürgern, die besonders in Adendorf, Arzdorf und Fritzdorf beheimatet sind, als Bürgerinitiative gegründet und als gemeinnütziger Verein eingetragen. Anlass ihrer Gründung waren die Mülldeponiepläne des Regierungspräsidenten in Köln, die am Standort Wachtberg-Adendorf die zentrale Sondermülldeponie des Regierungsbezirks vorsahen. An den Töpfertagen 1985 wurden diese Pläne durch Presseberichte erstmals bekannt. Eine betroffene Bevölkerung stand solidarisch auf zum Schutz der in Jahrhunderten gewachsenen Kulturlandschaft, und die Aktionsgemeinschaft war ihr Schutzinstrument vor drohenden Umweltgefahren. Ihre Arbeit wurde durch freiwillige Gutachten namhafter Wissenschaftler unterstützt.
Auch weiterhin stehen wir bereit, um an der umweltgerechten Entwicklung der Wachtberger Landschaft teilzunehmen und Bedrohungen von ihr abzuwenden. Den hohen Wert dieser über Jahrhunderte gewachsenen schönen Landschaft zu vermehren und bewusst zu machen, darin sehen wir eine wichtige Aufgabe. Pflege der Kulturlandschaft bedeutet für uns, auf zwei Feldern Tätigkeit zu sein: der Erhaltung der natürlichen Ressourcen sowie der Förderung und Erhaltung des kulturellen Erbes unserer Dörfer.
Im Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes arbeiten wir eng mit der Abteilung „Ökologie der Naturlandschaft“ der Universität Bonn zusammen. Mit ihr gab die Aktionsgemeinschaft 2002 einen Leitfaden für das regionale Artenschutzprojekt „Heimische Bienen und Wespen“ heraus. Mit diesem durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung geförderten, mit großen Schautafeln ausgestatteten Projekt gestaltet sie aktiv den Unterricht an zwei Wachtberger Grundschulen mit. Jährlich veranstaltet sie eine Naturkunderallye für Kinder. In unserem Auftrag ermittelte die Universität Bonn zwischen 2008 und 2010 den Vogelbestand unserer Gegend, insbesondere in der Swistaue zwischen Adendorf und Eckendorf. Auf der Grundlage dieses Gutachtens führt eine Arbeitsgruppe unseres Vereins kurz- und mittelfristige Schutzmaßnahmen in diesem regional bedeutsamen Gebiet, das zum Teil unter Naturschutz steht, durch. Schon seit Jahren pflegt die Aktionsgemeinschaft hier eine Naturschutzwiese.

Für das Gebiet der Heimatgeschichte stehen zwei Buchveröffentlichungen der Aktionsgemeinschaft: „Die Adendorfer Töpfer im Wandel der Zeit“ (1991) und „1100 Jahre Adendorf. 893-1993“ (1993). Im Jahre 2007 konnte die Aktionsgemeinschaft dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der Stiftungen der Kreissparkasse Köln die historische Ortstafel des Burgen- und Töpferorts Adendorf auf dem Dorfplatz aufstellen. Aktuell arbeiten wir daran, die Geschichte des Töpferortes im Dorfbild sichtbar zu machen: Ein von uns eingerichteter Töpferpfad weist bereits auf die Geschichte der Tonverarbeitung in Adendorf hin, und bald sollen Plaketten an ehemaligen Töpfereien die Geschichte dieses Gewerbes augenfällig werden lassen. Eine Kunsthistorikerin arbeitet die Geschichten der Adendorfer Töpferfamilien auf, ein Töpfereimuseum ist in Planung. Für die historisch Interessierten veranstaltet die Aktionsgemeinschaft jährlich eine heimatkundliche Wanderung. Im Frühjahr findet alljährlich eine Pflanzen- und Samenbörse statt. Mittelpunkt aller Veranstaltungen der Aktionsgemeinschaft ist aber das von vielen Adendorfer und Wachtberger Vereinen mitgetragene Heimatfest, das alle zwei Jahre auf Burg Adendorf stattfindet und ein Aufruf zum Schutz unserer wertvollen Heimat sein soll.
Ansprechpartner:
Vorsitzende: Ursula Perkams, 02225/947426, u.perkams@web.de.
Historische Koordination: Dr. Margit Euler, 0228/7488875, margit.euler@t-online.de.
Arbeitskreis Swistbachaue: Philipp Willert, 02225/9800145.


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