Burg Münchhausen

Fährt man von Meckenheim auf der L123 nach Adendorf, dann entdeckt man rechter Hand die Burg Münchhausen, eine der ältesten Burgen der Region. Sie liegt ohne Siedlungsanbindung im Tal der Swist, umgeben von saftigen Wiesen, auf denen geruhsame Pferde weiden. Besonders auffällig ist der hohe Bergfried, der in der Nacht malerisch angestrahlt wird und heute das Wahrzeichen der Burg darstellt. Schon im Jahre 893 wird sie als „munichhusen“ im Prümer Urbar der Abtei Prüm zugehörig erwähnt. Die von eher kleinem Ausmaß angelegte Burg beeindruckt durch ihr kompaktes, trutziges und wehrhaftes Aussehen. Sehr interessant sind die mittelalterlichen Zugänge der Burganlage, die sich in schwindelnden Höhen der Gemäuer befinden und heute noch gut erkennbar sind. Beim genauen Betrachten der Anlage ist ein runder Grundriss erkennbar, der vermuten lässt, dass sie ursprünglich als Rundling errichtet wurde. Außergewöhnlich ist auch die Bausubstanz. Das Material setzt sich aus Teilen der Wasserleitung zusammen, die von den Römern von der Eifel bis nach Köln errichtet worden war. Nach dem Zerfall des römischen Reiches dienten die Bauruinen als Steinbruch für Neubauten. Dieser Vorgang war zu der damaligen Zeit keine Seltenheit, aber in einer solchen Ausschließlichkeit doch ungewöhnlich. Die heute trockenen Grabenreste zeugen von einem Wassergraben, der von der vorbeilaufenden Swist gespeist wurde.

Im Jahre 1959 erwarb die Familie Nettekoven die Burganlage und verwandelte sie in ein bekanntes Reiterparadies. Die umliegenden Stallungen und die neu errichteten Reithallen ermöglichen einen professionell und gleichzeitig persönlich geführten Reit- und Schulbetrieb. Herausragend sind die exzellente Turnierausbildung und die europaweit beachtete Pferdezucht. Das gut bürgerliche und gemütlich eingerichtete Restaurant ermöglicht die freie Einsicht in zwei Reithallen und einen Außenreitplatz.

Nähere Auskünfte/Infos: 02225-705481
s.nettekoven@burgmuenchhausen.de