Wandern

Wanderbares Wachtberg 

Die Gemeinde Wachtberg ist ein ideales Naherholungsgebiet für Wanderer. Ob man die reizvolle Landschaft des Drachenfelser Ländchens mit Blick auf das Siebengebirge und die Ausläufer des Westerwaldes genießt oder bei Wanderungen am Rande des Adendorfer oder des Fritzdorfer Waldes die Höhen des Ahrgebirges oder der Voreifel vor Augen hat, der Wanderer erfährt hier aktive Erholung im Wechselspiel unterschiedlicher Landschaftsperspektiven. Außerdem bietet besonders die Gegend um Adendorf  eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, wie Burgen, Kirchen und Kapellen sowie interessanten Naturdenkmälern. 

Die Ortsgruppe des Eifelvereins hat in den Jahren 2004/2005 ein örtliches Wanderwegenetz eingerichtet,  das dem Wanderer attraktive und erlebnisreiche Wanderungen im Bereich der Wachtberger Ortschaften erschließt. Damit ist zweifellos ein Anreiz geschaffen worden, um zu Fuß unsere schöne Heimat neu zu erleben.

Wachtberg wird von zwei überörtlichen Wanderwegen, dem linksrheinischen Rheinhöhenweg sowie dem HWW 1 (Jakobsweg) durchquert. Das örtliche Wandernetzt besteht aus insgesamt 19 Wanderwegen; davon führen 8 Ortswanderwege (1 bis 8) vom zentral gelegenen Wachtberg-Ehrenmal auf dem 258 m hohen "Wachtberg" sternförmig zu dem entlang der Gemeindegrenzen Wanderweg "Rund um Wachtberg". Unter Einbeziehung dieses Wanderwegen können Wanderungen auf den verschiedenen Ortswanderwegen individuell zu interessanten Rundwanderwegen verknüpft werden. Durch eine Reihe von Verbindungswegen (10 bis 19) lassen sich Rundwanderungen abkürzen. Ein Rundwanderweg (A 21) führt vom Wanderparkplatz "An den drei Steinen" an der L158 durch den südlichen Kottenforst. Eine Karte mit Eintragung dieser Wanderwege befindet sich auf der Ortstafel auf dem Adendorfer Dorfplatz.


Angebote des Wachtberger Eifelvereins:

Die Ortsgruppe Wachtberg des Eifelvereins e.V. bietet Führungen durch Wachtberg an. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Schulen, Kindergärten, Vereine, Betriebsgemeinschaften oder auch frei zusammenhängende Gruppierungen, die ihre engere Heimat etwas näher kennen lernen wollen.

Mit Kurt Zimmermann (Niederbachen), Gottfried Nagel (Oberbachem), Dr. Christoph Abs (Berkum) und Hans-Jürgen Döring (Berkum) stehen dem Eifelverein vier Sach- und Ortskundige zur Verfügung.

Die Führungen können als Busfahrten, Wanderungen oder auch Radwanderungen durchgeführt werden. Diese Führungen sind kostenlos, da die Mitarbeiter des Eifelvereins ehrenamtlich tätig sind. Allerdings sind Kosten für Transportmittel von den Interessenten zu tragen

Die Themen können auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Interessenten zugeschnitten werden. Ansprechpartner ist Herr Hans-Jürgen Döring in Wachtberg-Berkum, Rheinblick 15, Telefon 0228-345450.

Als Beispiele für die Fülle der denkbaren Themen seien genannt:

Auf Wunsch können auch in Zusammenarbeit mit den Interessenten Sonderthemen zusammengestellt werden.

Der Vorsitzende des Wachtberger Eifelvereins, Ernst Picard, und die Wachtberger "Gemeindeführer" würden sich über rege Nachfrage freuen.

Ansprechpartner: Ernst Picard – Tel. 0228/36 97 97 1; eMail: eifelverein-wachtberg@t-online.de

Wir haben den Wachtberger Eifelverein gebeten, uns Tipps für Wanderungen in der näheren Umgebung von Adendorf zu geben, die bei den Teilnehmern seiner Wanderungen besonderen Anklang gefunden haben.

Wandertip 1: Rund um Adendorf

Wir starten bei dieser Wanderung auf dem Dorfplatz am Kasseler Langofen gegenüber der Adendorfer Pfarrkirche St. Margaretha. Nachdem wir zunächst an der Ampelanlage die Töpferstraße überquert haben,  biegen wir in die Kirchstraße ein und folgen dem örtlichen Wanderweg 6 „Töpferweg“ bis zur Burg Adendorf.

Die hervorragend erhaltene Wasserburg wurde 1337 von Ritter Paul von Hückelhoven als hays Aulndendorp errichtet. Der heutige Baubestand ist auf die Jahre 1665 bis 1670 zurückzuführen, als die Anlage eine klare Gliederung und einen wunderschönen Renaissance-Innenhof erhielt. Es handelt sich um den klassischen Typ einer rheinischen Wasserburg mit Vorburg und Hauptburg. Von 1587 bis 1833 war sie im Besitz der bedeutenden Familie von der Leyen; seitdem sind die Freiherren von Loe Eigentümer der Burg.
Der Wanderweg 6 führt uns weiter in Richtung Tongrube und gibt den Blick frei über weite Obstplantagen bis zu den Höhen der Voreifel. Hinter der Tongrube stößt unser Wanderweg auf den Wanderweg (W) „Rund um Wachtberg“. Diesem Wanderweg folgen wir  in Richtung „Swistbach“, den wir auf einer kleinen Brücke überqueren. Wir befinden uns nun in einem Naturschutzgebiet, das uns – bei etwas Glück – die Möglichkeit bietet, Wasservögel zu beobachten.
Unsere Wanderung setzen wir in nord-westlicher Richtung fort, bis wir zu Burg Münchhausen kommen. Es handelt sich um eine ehemalige Wasserburg, deren Gräben teilweise noch heute erkennbar sind. Erstmals 893 im Güterverzeichnis der Abtei Prüm als Munichhusen dokumentiert, wurde sie im 11. bis 13. Jh. zur Sicherung der Krönungsstraße Frankfurt am Main - Aachen ausgebaut. Verwendet wurde dabei Material der römischen Wasserleitung Eifel - Köln. Die Kalkablagerungen, die das nach Köln transportierte Wasser als Sinterschicht auf einzelnen Bruchstücken des Mauerwerks hinterlassen hat, sind noch gut erkennbar. Heute befindet sich auf dem Gelände eine Reitanlage.

Wir überqueren nun die Landesstraße 123 und folgen dem Wanderweg (W) durch den Adendorfer Wald. Nachdem wir den Adendorfer Sportplatz passiert haben, biegen wir nach rechts in den Wanderweg 6 ein, auf dem wir den Ausgangspunkt unserer Wanderung wieder erreichen.

Die gesamte Wanderstrecke beträgt rd. 5,5 km.

 

 Wandertip 2: Durch die Obstplantagen um Adendorf

Wir beginnen diese Wanderung auf dem Dorfplatz am Kasseler Langofen gegenüber der Adendorfer Pfarrkirche St. Margaretha. Unser Weg führt uns auf der Schützenstraße (Wanderweg 6) in Richtung „Adendorfer Wald“. Wir folgen dem Wanderweg 6 – zunächst am Rande der Wohnbebauung, später in freier Feldflur und durch Obstplantagen – bis Klein Villip, das zu Adendorf gehört.  Hier verlassen wir den Wanderweg 6 und biegen nach rechts auf den Wanderweg 16 in Richtung Arzdorf ein. Wir wandern am Arzdorfer Bach, der früher die Grenze zwischen dem sog. Burgenland um Adendorf und dem sog. Klosterland (Drachenfelser Ländchen) bildete, nach Arzdorf. Kurz vor der Ortschaft stoßen wir auf die Landesstraße 267, auf der wir in Richtung Ortsmitte wandern.

Am Ortseingang steht auf der rechten Straßenseite das Geburtshaus des bedeutenden, sozial engagierten Pädagogen Heinrich  Welsch (1848 bis 1935), der als „Lehrer Welsch“ durch den Karnevalshit „Dreimol null is null bliev null“ unsterblich wurde. In der Ortsmitte befindet sich die dem Hl. Antonius geweihte barocke Kapelle  von 1732 mit einer Reliquie des Namenspatrons, die den Ort im 18. Jh. zum Ziel zahlreicher Wallfahrten machte. Wir bleiben auf dem Wanderweg 16, der uns aus dem Ort herausführt. Nach Überqueren einer Brücke über den Arzdorfer Bach steigt der Wanderweg allmählich an. Am Wegrand stehende Bänke des Arzdorfer Bürgervereins geben uns jedoch Gelegenheit, auszuruhen und den Blick auf das in der Ferne auftauchende Ahrgebirge zu genießen. Nach etwa 250 m verlassen wir den markierten Wanderweg und biegen nach rechts in den asphaltierten Wirtschaftsweg ein, um nach weiteren 400 m auf den Wanderweg 15 zu stoßen. Dieser Weg führt uns nun zunächst in westlicher und dann in südlicher Richtung durch Obstplantagen zum „Barbarakreuz“.

Unser nächstes Ziel ist die ehemalige Wasserburg „Sommersberger Hof“, vermutlich aus dem 15. Jh.. Reste des Burggrabens und des Wohnhauses sind noch erkennbar. Von hier stammendes Abbruchmaterial wurde 1842 zum Bau der „Fritzdorfer Windmühle“ verwendet. Der Wanderweg 15 begleitet uns nun weiter durch Obstplantagen, bis wir auf den Wanderweg (W) „Rund um Wachtberg“ stoßen. Auf diesem Wanderweg wandern wir zunächst in nördlicher, später in westlicher Richtung. Nach Überqueren der K 64 wandern wir am Rande des NSG bis zu der Stelle, wo der Wanderweg (W) scharf nach links abbiegt. Wir setzen unsere Wanderung auf dem Wanderweg 6 an der Tongrube entlang fort. Nach erneutem Überqueren der K 64 erreichen wir im weiteren Verlauf dieses Wanderweges die Burg Adendorf.  

Die hervorragend erhaltene Wasserburg wurde 1337 von Ritter Paul von Hückelhoven als hays Aulndendorp errichtet. Der heutige Baubestand ist auf die Jahre 1665 bis 1670 zurückzuführen, als die Anlage eine klare Gliederung und einen wunderschönen Renaissance-Innenhof erhielt. Es handelt sich um den klassischen Typ einer rheinischen Wasserburg mit Vorburg und Hauptburg. Von 1587 bis 1833 war sie im Besitz der Familie von der Leyen; seitdem sind die Freiherren von Loe Eigentümer der Burg. Unser Wanderweg führt uns zurück zu unserem Ausgangspunkt, den wir nach einer Wanderung von rd. 12,5 km erreichen.