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"Adendorf mit Klein-Villip hat drei Mal am Dorfwettbewerb Teilgenommen. 2008 und 2011 am Kreiswettbewerb und 2009 am Landeswettbewerb. 2008 und 2011 wurde Adendorf mit Klein-Villip mit Gold ausgezeichnet.
Im Landes wettbewerb erreichte Adendorf mit Klein-Villip Bronze.
In den nachfolgenden Beiträgen sind wesentliche Ereignisse der Teilnahme aufgezeichnet."

Besichtigung durch die Bewertungskommission des Landes

Lange wurde dieser Termin vorbereitet. Noch am Morgen wurden die frisch gelieferten Dorfflaggen aufgehängt. Eine letzte Säuberungsaktion auf dem Dorfplatz, dann durft die Bewertungskommission kommen. Und sie war pünktlich! Im Drehwerk ging es los. Begrüßung und Einzelvorstellung der Kommissionsmitglieder. Das hatten wir nicht eingeplant. Schon hingen wir in der Zeit. Uns standen nur 120 Minuten zur Verfügung, und in der Zeit mussten alle Vorträge, Besichtigungen, Vorführungen und Fußwege über die Bühne gehen. Wer seine Redezeit überschritt, bekam die "Rote Karte" gezeigt. Alles klappte. Das Wetter war traumhaft, Adendorf hatte sich herausgeputzt, wenn die Kommision auch die Haufen Sperrmüll umschiffen musste. Alle gaben ihr Bestes. Einschließlich der Schüler aus der Schule am Wald. Am Dorfplatz war der Kasseler Langofen angeheizt, und fleißige Helfer reichten Getränke und Schnittchen. Der krönende Abschluss in der Burg. Die Kommisssionsmitglieder zeigten sich sichtlich beeindruckt, wenn sie auch noch keine Meinung äußern durften. Nach zwei Stunden fuhr der Kommissionbus pünktlich wieder los. Ins nächste Dorf. Und die Mannschaft konnte tief durchatmen. Hier einige Eindrücke:

Dritter Preis = Bronze im Dorfwettbewerb des Landes NRW in 2009

Adendorf mit Klein-Villip erhielt im Dorfwettbewerb 2009 des Landes NRW Bronze. Zur Erinnerung, Adendorf hat in 2008 erstmals am Dorfwettbewerb auf Kreisebene teilgenommen und dabei auf Anhieb den ersten Platz = Gold belegt. Dies war die Voraussetzung für die Teilnahme am Landeswettbewerb.

Vertreter des Festausschusses Adendorf nahmen am 28.12.2009 in Waldfeucht die Bronzeplakette, die Urkunde und das Preisgeld entgegen. Fast wäre die Entgegennahme der Auszeichnung an einem Autobahnstau gescheitert. Über eine Stunde standen die Adendorfer im Stau. Das verspätete Eintreffen im Bürgertreff Waldfeucht sicherte den Adendorfern einen Sonderapplaus als sie auf die Bühne marschierten um aus den Händen des Ministers Eckhard Uhlenberg die Auszeichnung entgegen zu nehmen.

Nach Bekanntgabe der Platzierungen im Landeswettbewerb waren einige Adendorfer ziemlich  enttäuscht, sie hatten mit einer besseren Platzierung gerechnet. Was hatten die Adendorfer zusammen mit den Klein-Villipern in den letztenzwei Jahren nicht alles erreicht. Sie haben u.a. den oberen Dorfplatz für rund 28.000,- € hergerichtet, einen Gewerbeverein gegründet, der mit dem Energieevent in 2009 und dem Martinsmarkt in 2008 und 2009 neue Akzente gesetzt hat, sich ein Dorfwappen und eine Dorffahne gegeben sowie den Wiederaufbau der Marienkapelle in Klein-Villip vorangetrieben, sodass die Einweihung in 2010 erfolgen kann. Dies alles ist in Abstimmung im Dorf und in enger Zusammenarbeit der adendorfer Vereine geschehen.

Schnell setzte sich die Erkenntnis durch, wir haben nicht für die Bewertungskommission, sondern für das Dorf gearbeitet. Im Übrigen wurde klar, dass auch die Nachhaltigkeit bei der Bewertung eine große Rolle spielte, wie ein Blick auf die besser platzierten Dörfer zeigt. Die haben zum Teil bereits seit den 80er Jahren des letzten Jahrtausend am Wettbewerb teilgenommen.

So betrachtet haben die Adendorfer mit den Klein-Villipern einen großen Erfolg errungen. An dem Wettbewerb auf Kreisebene hatten 1042 Dörfer aus ganz NRW teilgenommen. Davon sind 59 Dörfer darunter Adendorf mit Klein-Villip in den Landeswettbewerb gekommen. 6 Dörfer haben Gold, 27 Dörfer Silber und 26 Dörfer Bronze erhalten.

Der Festausschuss dankt allen Mitbürgern, die sich für den Dorfwettbewerb engagiert haben.

  

Teilnahme am Landeswettbewerb 2009

Adendorf mit Klein-Villip hat sich nunmehr offiziel zum Landeswettbewerb 2009 "Unser Dorf hat Zukunft" angemeldet. Teilnahmeberechtigt sind lediglich die ca. 60 Dörfer Nordrhein-Westfalens, die bereits als Sieger aus den Kreiswettbewerben hervorgegangen sind. Dazu zählen im Rhein-Sieg-Kreis Adendorf mit Klein-Villip und Stadt Blankenberg in Hennef.

Als Bewerbungsunterlage hat der Arbeitskreis einen Fragebogen ausfüllen müssen, dem er eine kurze Ergänzung hinzufügen konnte. Bei der Vielfalt, die Adendorf und Klein-Villip zu bieten haben, war es nicht einfach, sich auf die wesentlichen Punkte zu beschränken. Im Folgenden haben wir für Sie die Bewerbungsunterlagen abgedruckt: (Sie brauchen das jeweilige Dokument nur anzuklicken.)

  • Fragebogen
  • Ergänzung zum Fragebogen
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    Ergebnis des Landeswettberwerbs:

    Am 13. September 2009 wurden auf Hof Düsse im Kreis Soest durch den Umweltminister NRW und den Präsidenten der Landwirtschaftskammer die Sieger im Landeswettbewerb bekannt gegeben. Alle 59 teilnehmenden Dörfer haben eine Medaille zugesprochen bekommen. Adendorf mit Klein-Villip erhielt eine Bronzemedaille. Die angereisten Vertreter Adendorfs Eberhard Tschentke, Ursula Perkams und Rainer Engberding trösteten sich anschließend bei dem gelungenen Kapellenfest in Klein-Villip.


    Adendorf ist Kreissieger !!!

    Die Adendorfer waren überrascht, als am Dienstag Abend alle Glocken läuteten. Soeben hatte der Vorsitzende der Bewertungskommission des Rhein-Sieg-Kreises, Emil Eyermann, die Sieger im diesjährigen Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ verkündet. Und Adendorf mit Klein-Villip ist ganz vorn mit dabei! Zusammen mit Stadt Blankenberg (Stadt Hennef) wurden sie als Kreissieger für den Landeswettbewerb nominiert.

    Die Entscheidung sei der Kommission nicht leicht gefallen, da alle 27 an dem Wettbewerb teilgenommenen Dörfer die Jury sehr beeindruckt hatten. Um eine gerechte Bewertung zu ermöglichen, hatte die Jury die Bewerber in drei Kategorien eingeteilt: größere Ortschaften, die städtisch geprägt sind, größere Ortschaften mit heterogenen Strukturen, teilweise noch dörflich geprägt, und kleinere bzw. kleine dörflich geprägte Ortschaften. So konnte acht mal Gold, neun mal Silber und zehn mal Bronze verliehen werden.

    Für Adendorf mit Klein-Villip stellte der Vorsitzende besonders den Wiederaufbau der Marienkapelle in Klein-Villip heraus, das kulturelle Highlight „Drehwerk 17/19“ mit Kino, Bistro und Bühne, die Einrichtung einer eigenen Homepage und das mit der Bevölkerung abgestimmte Leitbild, die Identität als Töpferort mit den vielen damit verbundenen Aktivitäten, die Schaffung eines eigenen Wappens und die Naturschutzprojekte betreffend Wildbienen und Schleiereulen in Zusammenarbeit mit der Uni Bonn. Das Zusammenwirken der Vereine hatte die Jury besonders beeindruckt und die Errichtung von Gemeinschaftseinrichtungen in Eigenleistung.

    Die aus Adendorf angereisten Initiatoren des Dorfwettbewerbs – begleitet von Bürgermeister Theo Hüffel – feierten den Sieg noch vor dem Kreishaus mit einem vorsorglich mitgebrachten Sekt und anschließend in fröhlicher Runde im „Drehwerk“. Und wieder wurde über weiteren Schritte im Dorf diskutiert.

    Jetzt sollen die im Leitbild angekündigten Vorhaben zügig umgesetzt werden. Eine Interessengemeinschaft der Adendorfer Gewerbetreibenden soll noch in diesem Jahr ins Leben gerufen werden, die Umgestaltung des Dorfplatzes muss fortgeführt werden – das Preisgeld von 1000 Euro kommt da wie gerufen –, und die Klein-Villiper Kapelle soll möglichst bald eingeweiht werden. Festausschussvorsitzender Eberhard Tschentke bedankte sich bei allen, die nach dem Motto „Adendorf hat Zukunft“ den Wettbewerb unterstützt haben, und besonders bei den Mitwirkenden an der Präsentation des Dorfes am 28. August. Der Bürgermeister erzählte, dass er am selben Tag mit seinen Amtskollegen eine Besprechung im „Drehwerk“ abgehalten hatte und die Bürgermeister des Rhein-Sieg-Kreises schon mit einer Mischung aus hellseherischen Fähigkeiten und Selbstbewusstsein „im künftigen Golddorf“ begrüßt hatte. Deutlich war der Stolz auf sein Heimatdorf herauszuhören wie auch bei der Ortsvorsitzenden Ursula Perkams und dem Kreistagsabgeordneten Karl Schmitz. 

     



    Pressemitteilung zum Dorfwettbewerb

    Adendorf bewirbt sich an dem diesjährigen Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft". Das hat der Festausschuss, in dem alle Adendorfer Vereine zusammengeschlossen sind, einstimmig beschlossen. Die Ortsvorsitzende, Frau Ursula Perkams, hat das Dorf Adendorf – zusammen mit dem Weiler Klein Villip – offiziell über die Gemeinde Wachtberg zum Wettbewerb angemeldet. Bürgermeister Theo Hüffel hat die Unterstützung der Gemeinde zugesagt. Der Töpferort tritt unter dem Motto an: „Adendorf hat Zukunft“.

    Es wurde ein Arbeitskreis gebildet, dem angehören

    Eberhard Tschentke (Vorsitzender der Festausschusses)
    Ursula Perkams (Ortsvorsitzende)
    Baron Georg von Loe (Burg Adendorf)
    Hans Wolf (Vorsitzender der KG "Hetzbröde")
    Rainer Engberding (Vorsitzender des MGV)
    ein Vertreter der Interessengemeinschaft der Töpfer

    Bei seiner konstituierenden Sitzung am 5. Juni hat der Arbeitskreis die Marschroute festgelegt, wie man vorgehen will. Viel Zeit bleibt nicht, denn schon im August wird die Besichtigung durch die Bewertungskommission des Kreises stattfinden.

    Als Erstes soll die Adendorfer Bevölkerung intensiv in den Dorfwettbewerb eingebunden werden. Mit Handzetteln und regelmäßigen Pressemitteilungen sollen die Bürger und Bürgerinnen informiert werden. Gedacht ist auch an eine Homepage, in der sich die Bürger über den neuesten Stand informieren und gleichzeitig eigene Ideen einbringen können. Schließlich wird die Bevölkerung aufrufen, ihre Häuser und Gärten im besten Glanz erscheinen zu lassen und bei der Präsentation des Dorfes mitzuwirken.

    Es wird ein Leitbild erarbeitet, das sich an dem Leitbild der Gemeinde Wachtberg orientieren wird, aber auch die Zielverstellungen des Dorfes, seine Besonderheiten und seine Identität als Töpferort zum Ausdruck bringen wird.

    Adendorf  ist der einzige noch erhaltene Töpferort im Rheinland. Sieben Töpfereien sind noch in Betrieb und prägen mit ihren Werkstätten und Ausstellungsräumen das Dorfbild. Ein Tontagebau am Rande des Ortes sorgt für den Rohstoff. Jährlich ziehen die Adendorfer Töpfertage viele Besucher aus der Region an. Ein privates Töpfermuseum, der funktionsfähige Nachbau eines Töpferofens auf dem Dorfplatz und ein geplanter Töpferpfad geben Einblicke in die Geschichte des Töpferhandwerks.

    Eine weitere Besonderheit sind die Burgen des Dorfes. Die Burg Adendorf mit dem noch erhaltenen Weiher und dem Renaissance-Herrenhaus ist Schauplatz zahlreicher kultureller Veranstaltungen und alljährlich Gastgeberin der „Landpartie“ mit Ausstellern und Gästen aus ganz Deutschland. Die Burg wurde kürzlich aufwendig restauriert. Die Burg Münchhausen beherbergt einen Reiterhof mit zwei Reithallen, einem Turnierplatz, einer Trainingsbahn für Trabrennen, einer Pferdeklinik und einem Restaurant.

    Es wird auf die gemessen an der Einwohnerzahl hervorragende Infrastruktur des Dorfes hingewiesen, die mit zahlreichen Geschäften und Dienstleistungsbetrieben, Handwerkern aus fast allen Branchen und einer guten ärztlichen Versorgung auch den umliegenden Orten zugute kommt. Land- und Forstwirtschaft sowie der den Ort prägende Obstanbau nutzen moderne Methoden und Technik und leisten ihren Beitrag zum Schutze der Natur und der Umwelt.

    Träger eines aktiven Dorflebens sind die Vereine. Sie sollen in der Präsentation besonders gewürdigt werden. Den Vereinen, aber auch zahlreichen spontanen Initiativen verdankt das Dorf kleine und große Projekte, zum Beispiel die Planungen zur Einrichtung eines Töpferpfades, Aktionen zum Artenschutz auf dem Schulgelände, die Ausgestaltung des Dorfplatzes, die Wiedererrichtung der Marienkapelle in Klein Villip und nicht zuletzt das aus der Mitte des Dorfes entstandene Heimatmusical „Die Kannebäcker“.

    Adendorf hat bislang noch nicht an einem Dorfwettbewerb teilgenommen, doch der Festausschuss ist überzeugt, dass sich das Dorf gut präsentieren wird.

    Adendorf kann durch das Projekt „Adendorf hat Zukunft“ nur gewinnen!


    Workshop „Adendorf hat Zukunft“

    Am Samstag, den 21. Juni 2008, trafen sich die Mitglieder des Arbeitskreises „Adendorf hat Zukunft“ mit weiteren engagierten Bürgern und Bürgerinnen unseres Dorfes zu einem Workshop, auf dem grundlegende Informationen über die Situation des Dorfes und Überlegungen zur Gestaltung und Entwicklung zusammengetragen wurden.

    Unter der fachkundigen Moderation des Wachtberger Bürgermeisters Theo Hüffel wurden Ideen erarbeitet, die in das Leitbild des Dorfes einfließen sollen.

    Am Samstag, den 21. Juni 2008, trafen sich die Mitglieder des Arbeitskreises „Adendorf hat Zukunft“ mit weiteren engagierten Bürgern und Bürgerinnen unseres Dorfes zu einem Workshop, auf dem grundlegende Informationen über die Situation des Dorfes und Überlegungen zur Gestaltung und Entwicklung zusammengetragen wurden. Unter der fachkundigen Moderation des Wachtberger Bürgermeisters Theo Hüffel wurden Ideen erarbeitet, die in das Leitbild des Dorfes einfließen sollen.

    Ausgangspunkt waren die Fragen „Wie zufrieden sind die Adendorfer mit dem Leben in ihrem Dorf?“ und „Wie zufrieden Sind Sie mit der Dorfentwicklung in den letzten zehn Jahren?“. Dieser Zeitraum war auch als Maßstab angesetzt bei der Stoffsammlung zu einzelnen Punkten, in denen eine Verschlechterung bzw. eine Verbesserung eingetreten ist. Schließlich wurden konkrete Vorschläge und Maßnahmen erarbeitet, was das Dorf für die Zukunft lebenswerter und attraktiver machen könnte. Es waren viele Vorschläge darunter, die durchaus realisierbar sind. Es stellte sich heraus, dass ein großer Teil der Verbesserungen durch die Adendorfer selbst herbeigeführt werden kann, bzw. von ihnen angestoßen werden sollte.

    Diese Ideen und Vorschläge sowie das anlässlich des Dorfwettbewerbs erstellte Leitbild sollen in einer Bürgerversammlung in naher Zukunft diskutiert werden.


    Adendorf – ein aktives, lebendiges Dorf mit Zukunft

    Bericht über den Besuch der Bewertungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ am 28. August 2008

     Pünktlich um 9.45 Uhr traf die Bewertungskommission unter der Leitung von Herrn Emil Eyermann begleitet von Landrätin Uta Gräfin Strachwitz im Adendorfer Drehwerk 17/19 ein. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Theo Hüffel, die Ortsvertreterin und stellvertretenden Bürgermeisterin Ursula Perkams und den Vorsitzenden des Festausschusses Eberhard Tschentke mit kurzen Ausführungen zur Adendorfer Wirtschaft, zum Umweltschutz im Bereich der Landwirtschaft und zu Einrichtungen und Hilfen für die Senioren und Jugendlichen zeigte der Inhaber des Drehwerks, Herr Rudi Knorr, seinen Betrieb mit Bistro, Kino und Kleinkunstbühne. Das Drehwerk ist ein gelungenes Beispiel dafür, was aus einer ehemaligen Töpferei durch private Initiative und Kreativität gemacht werden kann. Der unternehmerische Mut, sich in Adendorf niederzulassen, wird durch die wachsende Besucherzahl belohnt. Rainer Engberding erläuterte den Internetauftritt Adendorfs, der anlässlich der Teilnahme an dem Dorfwettbewerb eingerichtet wurde, um die Bevölkerung in den Wettbewerb einzubinden und die Sehenswürdigkeiten, die hiesige Wirtschaft und die Aktivitäten der Vereine einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen.

    Vom Drehwerk ging es in einem kurzen Fußmarsch zur Töpferei Paul Günther. Herr Günther erklärte am einzigen noch vorhandenen Kasseler Langofen von 1922 die alte Brenntechnik und die Spezifika der früheren Töpferware. Die war vor allem für die häusliche Vorratshaltung bestimmt. Neben der üblichen Produktion fertigt die Töpferei Einzelstücke – z.B. die Rekonstruktion einer historischen Vase oder kleiner Säulen für das Balkongeländer einer Kölner Villa. Töpfermeister Peter Hansen demonstrierte derweil auf der Töpferscheibe wie eine Vase entsteht. Ein Blick auf die modernen Brennöfen vervollständigte den Eindruck eines lebendigen Handwerks. Sicherlich war für einige Anwesenden neu, dass die Adentöpfer ihre Ware weltweit exportieren.

    Den Fußweg zum Dorfplatz nutzte Frau Perkams, um auf die unterschiedlichen Bauweisen, die Bepflanzung und die zum Teil sehr schön gepflegten Baumscheiben hinzuweisen. Trotz Mikrofon war die Verständigung wegen des starken Verkehrs nicht optimal. Am Dorfplatz war der Nachbau eines Kasseler Langofens angeheizt, mit schwarzen Rauchwolken, was, wie Peter Hansen später erläuterte, nicht mit der Qualität des Holzes, sondern mit der anfänglich notwendigen Heiztechnik zu tun habe. Töpfer Norbert Corzelius schilderte dann, wie es zum Nachbau des Ofens gekommen ist, und welche Rolle er heute bei Brennfesten und den Töpfertagen spielt.

    Der Platz hatte sich inzwischen mit interessierten Bürgern und Kinder aus den Kindergärten und der Schule am Wald gefüllt. Vor dieser Kulisse wurde das Adendorfer Leitbild, das sich am Entwicklungsplan der Gemeinde orientiert, vorgestellt. Herr Engel von der Gemeindeverwaltung beschrieb die vorgesehene Umgestaltung des Dorfplatzes, die weitgehend von den Adendorfer Vereinen finanziert wird.

    Nach einer kurzen Kaffeepause, zu der alle Anwesenden eingeladen waren, sprach der Vorsitzende der KG Hetzbröde über die Brauchtumspflege, die intensive Zusammenarbeit der Vereine und die gegenseitige Hilfe unter anderem mit Zelten, dem Geschirrmobil einschließlich Geschirr und Besteck, was den Verzicht auf das wenig umweltfreundliche Plastikgeschirr ermöglicht. Dr. Hans Böhm berichtete zum Weiler Klein-Villip, einem Teil Adendorfs, und zur Rekonstruktion der dortigen Marienkapelle, ein Vorhaben, das mit ca. 80.000 € veranschlagt ist und durch Spenden und Festerlöse finanziert wird. Eine Vorstellung der Aktivitäten der Feuerwehr durch Löschgruppenführer Marcus von Wirtz und der Kindergärten und der Schule am Wald durch Rektorin Hedwig Tesch schloss die Information am Dorfplatz ab.

    Die anschließende Rundfahrt durch das alte Dorf wurde vom Adendorfer Urgestein Matthias Cremerius kommentiert. Die trockenen und witzigen Bemerkungen ließen die Bewertungskommission mehrfach in schallendes Lachen ausbrechen. So fröhlich gestimmt ging es zur Burg Adendorf, wo die Besucher von Baron Georg von Loe empfangen wurden. Ein kurzer Abriss der Geschichte der Burg, der dort stattfinden Veranstaltungen und Aktivitäten machten die enge Verbindung von Burg und Dorf deutlich. Auch der Adendorfer Wald wird von der Burg bewirtschaftet. Anschließend erhielten der Männergesangverein, die Schützenbruderschaft, der Sportverein und die Aktionsgemeinschaft Gelegenheit, ihre Aktivitäten vorzustellen. Im Renaissance-Innenhof verabschiedete schließlich Baronin Gabriela von Loe die Gäste. Der Kommissionsvorsitzende bedankte sich für die gelungene Führung und zeigte sich von der Vielfalt der Informationen sehr beeindruckt.

    Eberhard Tschentke